"Wenn Du für andere arbeitest, gibst Du ein Stück von Dir selbst auf. Besonders das, was Du liebst!“
Kurz & Knapp 
Pragmatisch; Abwägend, Dinge aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten das sind Tugenden, die mir einfallen, wenn ich an Matthias denke. Echter Bremer, Jahrgang 63, im Bremer St. Joseph Stift geboren. Seit über 40 Jahren im Beruf des Kochs, für guten Geschmack, in der Gastronomie unterwegs. In vielen Facetten des Lebens. Mal ganz oben oder aber auch ganz unten. Aufstieg und Fall liegen für ihn ganz dicht beieinander. Erfahrungen, die das Leben bereithält, um für eine gute Erziehung zu sorgen, meint er. 
Als Solo-Selbstständiger arbeitet er  im „Raum für kulinarische Angelegenheiten“. Ein kleines Büro, das sich aufs Organisieren von Veranstaltungen mit unterschiedlichen Ideen und wechselnden Locations ausgerichtet hat. Unterstützt neue & alte Gastronomen in ihren administrativen und operativen Aufgaben. Begleitet interessierte Menschen, die Orientierung mit nachhaltigen Lebensmitteln & deren Umgang suchen. Gibt professionelle Kochkurse an der Bremer Volkshochschule. Was ihm echt Spaß macht? Menschen zu zeigen wie einfach das Kochen im Grunde sein kann. ​​​​​​​
MITGLIEDSCHAFTEN
Slow Food Deutschland: www.slowfood.de
Bremer Presseclub: 
www.bremerpresseclub.de
BremerGastro-Gemeinschaft: www.bggev.clubdesk.com
Klub Dialog: www.klub-dialog.de
CDU: www.cdu.de
Werder Bremen: www.werder.de 
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Ich habe mich Corona Konform -auf Abstand & Maske- mit ihm getroffen, um ein bisschen zu schnacken. Ein gutes Gespräch über dies; das und ohne roten Faden. Bei gutem Wein und echtem Bremer Tafelwasser. Einfach so drauf los.
ERZÄHL EIN BISSCHEN mehr ÜBER DICH! WER BIST DU UND WAS HAST DU BISHER SO GEMACHT? Seit 1981 im Beruf des Kochs. Ausgebildet im, damals noch, legendären Restaurant Flett welches sich im Haus St. Petrus in der Bremer Böttcherstr. befand. Traditionelle Bremer und überregionale Küche im gehobenen Stil wurden geboten. Ausgebildet von Lehrmeistern und Gesellen der klassischen Küche. Während der Bundeswehr als "W15er" habe ich 1986 meinen Ausbilder die AEVO abgelegt. Danach verschlug es mich für fast 15 Jahre nach Oldenburg. Die ersten Chefstellen, gefolgt von Selbständigkeit mit drei Gastronomischen Betrieben prägten diese Jahre. Eine wunderbare Zeit mit vielen „Höhen & Tiefen“. 2001 bin ich wieder in Bremen gelandet und bis heute geblieben. Tief verwurzelt mit dieser Stadt. Darüber bin ich sehr dankbar! 
UND DANN, WIE GING ES WEITER? Ein paar Jahre bin ich rumgetingelt. Wollte nach den ganzen Jahren in Oldenburg wieder etwas freier sein. Ende 2005 las ich im Weser-Kurier eine Stellenanzeige, dass im Weser-Stadion ein Küchenleiter gesucht wurde. 
DU HAST DEN JOB BEKOMMEN, ODER? Warum weiß ich bis heute nicht. Jedenfalls war es eine tolle Aufgabe, die ich mit wunderbaren Kollegen gestalten durfte. Diese Zeit war sicherlich die aufregendste meiner beruflichen Zeit.
WAS WAREN DEINE AUFGABEN, BZW. WIE KANN ICH MIR DIESE VORSTELLEN? Meine Arbeit bestimmten immer wieder Aufgaben wie z.B. die Erstellung von Menüs, Kalkulationen, Budgetplanungen, Warenbestellungen für Veranstaltungen bis 3500 Person u.a. an Spieltagen der Fußball Bundesliga. Verantwortung für 80 Fest- und Teilzeitmitarbeitern. 
EIN BESONDERER ARBEITSPLATZ, ODER? Das war er. Während dieser Zeit habe ich neben den Heimspielen des SV Werder Bremen viele große und kleinere Veranstaltungen begleitet. Ganz besonders, die Fußball WM 2006 in Deutschland. Vier aufregende Wochen in Köln und Stuttgart. Weitere Highlights waren die beiden letzten Open-Air-Konzerte mit Depesche Mode 2006 und Herbert Grönemeyer 2007 im Bremer Weser-Stadion. 2008 folgte dann die IAA - Nutzfahrzeuge in Hannover. Wir waren wir für das Catering eines großen Süddeutschen Reisebus Unternehmen verantwortlich.
WIE WAR DAS 2010 MIT DEN SPECIAL OLYMPICS DEUTSCHLAND? Unvergesslich! Sicherlich die größte berufliche Herausforderung waren die Summer Games 2010 in Bremen. Hier war ich in operativer Verantwortung, gemeinsam mit unseren Kollegen von der EUREST Sports & Food, für das Catering der Teilnehmer, Betreuer und Angehörigen zuständig. An den 5 Tagen wurden täglich über 6000 Mahlzeiten produziert und an sieben, in der Stadt Bremen verstreuten, Ausgabestationen verteilt. Eine wahrlich spannende Aufgabe mit einer großen logistischen Herausforderung
WAS HAT DICH EIGENTLICH ZUM KOCHEN GEBRACHT? Eigentlich wollte ich ja Tischler werden. Hat damals leider nicht dafür gereicht. Also Koch. Sollte wohl so sein. *Schmunzelt*
WAS FÜLLT DENN DEINEN TAG – BERUFLICH? Mache mir eine Menge Gedanken um meinen Beruf und in der Branche, in der ich arbeite. Möchte, immer wieder, neue Wege gehen. Den Mut haben hinzufallen! Die Kraft besitzen aufzustehen wenn der Weg, ein falscher ist.
Mit dem “GRÄTENFISH“ habe ich ein Restaurant in Bremen an den Start gebracht, in dem wir ausschließlich Fische verkauft haben. Abgesehen von ein paar vegetarischen Gerichten, gab es nur Fisch. Und dann auch noch mit GRÄTEN. Ich wollte etwas anderes machen.​​​​​​​
DEINE GÄSTE, WIE FANDEN DIE DAS. ERZÄHL MAL! Unterschiedlich. Die einen, fanden es Super das es in Bremen wieder ein echtes Fischlokal gibt. Und die anderen fanden es schlichtweg scheiße. *Lächelt*. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass es Menschen gibt, die sich an dem Namen stören würden. Die ersten Monate war das schon ein ziemlicher Spießrutenlauf. Später hat es mir nichts mehr ausgemacht.
WIE BIST DU AUF DEN NAMEN GRÄTENFISH GEKOMMEN? *Schmunzelt* Mit einer halben Flasche Aquavit und ein paar Flaschen Bier an drei Abenden vor dem Computer. Konzept Recherche sollte es sein. *Kratzt sich am Kopf* Irgendwann bin ich dann draufgekommen. Der Rest hat sich in den kommenden Tagen ergeben. Vieles hat sich nochmal geändert, aber die deutsche „Gräte“ mit dem englischen „Fish“ ist geblieben.
DU HAST DAS RESTAURANT NACH FÜNF JAHREN GESCHLOSSEN. WARUM? Gastronomie an sich, ist ja schon zwangsläufig nicht unbedingt ein Geschenk. Wir hatten uns mittlerweile einen großen Kreis an Stammgästen aufbauen können. Doch der wirtschaftliche Aspekt ist mit einem kleinem 30 Plätze Lokal schon prägend. Auf der einen Seite wirst Du für Deine Arbeit in der Küche & als Gastgeber geschätzt. Andererseits schimpfen die Menschen, dass alles viel zu teuer sei. Auf Dauer ist das ziemlich nervend. Du fragst Du dich schon, warum 6 Tage in der Woche mit 70 Stunden sein müssen. Dennoch diese Zeit hat mir sehr viel gegeben.
DU FÄNGST IMMER WIEDER NEU AN. WIE MOTIVIERST DU DICH? Kollege Mälzer aus Hamburg hat, glaube ich, mal gesagt: "Dinge ans Limit treiben! Menschen zeigen, die nicht daran glauben, dass es geht. Mit Mut, Herz, Leidenschaft und einer großen Fresse." Kann ich für mich so interschreiben. Ist trotzdem manchmal echt schwierig! *Lächelt*
DREI SCHNELLE FRAGEN, DREI SCHNELLE ANTWORTEN. Größte Stärke / größte Schwäche? Ich sage was ich denke / Ich sage was ich denke. Lieblingstier? Elefanten. Lieblingszitat? „Was haben Sie in Ihrem Leben, schon auf die Beine gestellt? Mich, immer wieder“
WAS MACHST DU HEUTE? Als Solo-Selbstständiger arbeite ich für Unternehmen, die Ihren Mitarbeitern oder Gästen eine gesunde Küche bieten möchten. An der Bremer Volkshochschule, gebe ich Kochkurse mit professionellem Hintergrund. Veranstaltungen, die mir echt Spaß machen, den Menschen zu zeigen wie einfach das Kochen im Grunde sein kann. Unterstützte neue & alte Gastronomen in ihren administrativen und operativen Aufgaben. Hier hilft mir meine eigene Vergangenheit, ganz schön. Und dann bin ich mit meinem "GRÄTENFISH On Tour", immer mal wieder, mit unterschiedlichen Veranstaltungen unterwegs. Vielseitig mit Leidenschaft eben!
EIN RESTAURANT AUF TOUR? WIE KANN ICH MIR DAS VORSTELLEN? Ganz einfach! Wir packen unseren ganzen Kram zusammen und gehen dahin wo unsere Gäste sind. Das kann bei Ihnen zu Hause, im Unternehmen oder jeder anderen Location sein. Wir bringen alles mit was gewünscht wird: Köche & gut ausgebildete Servicekräfte, exzellente Lebensmittel, Gläser und Geschirr. Und wenn es nötig ist, eben auch eine ganze Küche.
BEI ALLEM WAS DU SO MACHST, BLEIBT DIR ÜBERHAUPT FREIZEIT? Na klar! Ich lese und höre sehr gerne Blogs und Podcasts im Internet zu allen möglichen Themen. Ich habe für mich die Fotografie entdeckt - eine großartige Möglichkeit den Leuten die Dinge aus meiner Sicht zu zeigen. Schreibe an einem kleinen Blog mit Kurzgeschichten & Rezepten, der allerdings noch nicht öffentlich ist. Übe und lerne noch. Dienstags ist meistens Tag des Kinos. Bevorzugt in der Schauburg oder Gondel. Gerne mit lieben Menschen bei Kollegen einkehren - ein paar schöne Stunden bei gutem Essen und Trinken schöne Stunden verbringen.
WAS IST DEINE LIEBLINGSKÜCHE AUSSER HAUS? Die asiatische Küche geht immer. Das mediterrane hat großen Einfluss auf meine eigene Küche. Vegetarisch und vegan find ich spannend, weil unglaublich vielfältig. Und Fisch mit Gräten sowieso!
WAS DARF IN DEINER KÜCHE NIE FEHLEN? Frische Kräuter, Vielfältigkeit von Gewürzen, Mut zum Improvisieren!
LETZTE FRAGE: MIT WEM WÜRDEST DU GERNE MAL AM HERD STEHEN - DABEI KOCHEN, SCHNACKEN & GUTEN WEIN TRINKEN? Mit jedem der Freude an echten Lebensmitteln hat und respektvoll damit umgeht. Bei den Profis mit Roland Trettl, weil der so gepflegt einen an der Waffel hat. Ist schon krass mit wem der schon alles gekocht hat. Tim Raue aus Berlin, weil dieser ein Perfektionist ist. Aus Hamburg würde ich mit dem Mälzer kochen. Warum? Weiß ich auch nicht. Den find ich einfach gut. Anthony Bourdain, wäre ein Traum gewesen! Der wohl wie ganz wenige Köche unseren Beruf gelebt hat. Leider ist er schon nicht mehr unter uns. Die vier haben etwas Gemeinsames, wie ich finde. Haltung; Meinung und ein breites Kreuz. All das gefällt mir sehr!
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